Indien

Angefangen hat meine „Karriere“ im internationalen TV eher rein zufällig: Ich war gerade in einem Souvenirshop unweit des Taj Mahal in Agra, als mich plötzlich mein damaliger bester Freund Christoph aus dem Shop und vor eine Kamera zerrte: „Das ist CNN, die wollen noch einen weiteren weißen Ausländer interviewen“ sagte er noch, bevor es los ging.  CNN suchte damals Stimmen von Touristen, die sich relativ kurze Zeit nach den dortigen Bombenanschlägen nach Agra trauten. Ich durfte also ein paar schöne Worte über den Taj Mahal und Indien als Reiseland generell sagen, wie auch zuvor Christoph sowie Andy und unsere japanische Freundin Kei. Uns wurde dann noch die Uhrzeit für die Ausstrahlung am selben Abend mitgegeben, aber leider konnten wir uns damals leider nicht sehen. Aus diesem Grund lasse ich mir seither immer eine Visitenkarte des jeweiligen Reporters geben.

Georgien 

Das zweite Mal war nicht weniger exotisch. Ich war damals für Alcatel-Lucent kreuz und quer in EMEA Ländern mit der Markteinführung der BlackBerry Lösung als Kooperationspartner der Herstellers RIM aktiv. Hierbei durfte ich auf einer Pressekonferenz zum Launch von BlackBerry in Georgien bei unserem Kunden Magticom einige Sätze auf Englisch sagen, welche danach simultan übersetzt und mit der lustigen Zeichenschrift in diesem interessanten Land versehen noch am gleichen Abend ausgestrahlt wurden. Über meinen Kunden habe ich dann tatsächlich diese Aufnahmen auch bekommen diesmal!

Spanien 

In meiner neuen Betätigung als Inhaber einer internationalen Personalvermittlung war ich dann seit 2012 in Spanien etwa 5-6 Mal landesweit live im Fernsehen und noch an knapp 10 weiteren kürzeren Berichten und Reportagen beteiligt. Live vor der Kamera mit den gleichzeitigen Fragen des Reporters vor dir oder der Studiogästen per Knopf im Uhr (natürlich alles auf viel zu schnell gesprochenem Spanisch) und mit dem Wissen, dass sicher mehrere Hunderttausend Spanier live zuschauen und sich sicherlich über einen Ausrutscher des „dummen Deutschen“ freuen würden, ist sicherlich eine der größeren Herausforderungen für ich gewesen.

Deutschland 

In 2013 wurde es dann auch etwas mit dem deutschen Fernsehen. Ich durfte zusammen mit einem Kunden aus Hamburg in einem gut eineinhalb minütigen Bereich im „Hamburg-Journal“ des NDR ein paar Statements abgeben.

Ein Jahr darauf wurde sogar eine ausführliche Reportage mit insgesamt fast 10 Drehtagen in Spanien sowie in der Pfalz zusammen mit einem Kunden und dessen von meiner Firma vermittelten spanischen Facharbeiters gedreht. Danach wusste ich: Schauspieler werde ich in diesem Leben nicht mehr! Jede Kleinigkeit muss tausend mal durch gespielt werden, bis es passt und am Ende stellt der Filmemacher alle Aussagen und Szenen so dar, dass diese in sein gewünschtes Klischee passen und die Zuschauer sich schön darüber aufregen können: In unserem Falle war das Feindbild wie so oft in der deutschen Presse der „böse Unternehmer“, wobei mein Kunde wesentlich schlechter als ich als Geschäftsführer meiner Firma dargestellt wurde.

Kroatien

Da mir ein spanischer TV Auftritt offensichtlich noch nicht reichte, kam Ende 2016 noch ein kurzer Bericht über mich auf „Dubrovnik TV“ in Kroatien hinzu. Da meine dortige Sprachschule ein Jubiläum feierte, kam ein Kamerateam vom lokalen Sender vorbei und ich durfte nach gerade mal einer Woche Unterricht einige Sätze auf Kroatisch (natürlich mit leichtem Abschweifen ins Russische) sagen. Aber der Spaß war es eindeutig wert!

Nächstes Land? 

Ich bin mal sehr gespannt, wo ich das nächste Mal meine Birne in eine Kamera rein halten darf, um meinen Senf dazu zu geben…

Einige ausgesuchte Mitschnitte könnt ih euch hier ansehen