Ich bin soeben von einer Reise nach Schweden zurück gekommen. Bin dort in Malmö, Lund und Helsingborg sowie auf einen Abstecher in Kopenhagen gewesen, da ich über CPH geflogen bin. Eine Sache ist mir dabei mehrmals über den Weg gelaufen und hat für mich die Einstellung bzw. Lebensweise der Schweden sehr gut zusammengefasst: Das Wort „Lagom“

Und als ob es keine Zufälle gibt im Leben, taucht genau dieser Begriff im Leitartikel des aktuellen LH Magazins, das ich auf meinem Rückflug an Bord kurz durchgeblättert habe, wieder auf:

„Grob interpretiert bedeutet Lagom: Nimm dir nicht zu viel heraus, begnüge dich mit dem, was du hast! Lagom steht für das gesunde Mittelmaß, ist zum Allzweckbegriff geworden, nahezu unübersetzbar.

Der Legende nach  wollten die Wikinger früher so wenig wie möglich bei ihren Fahrten schleppen, ergo tranken alle aus einem Krug. Jeder sollte nur den Durst stillen und für die anderen genug übrig lassen – es sollte „laget om“ (für die ganze Truppe) reichen. Daraus erwuchs ein ungeschriebenes Gesetz, das sich in die schwedische Seele eingeprägt hat.  Das Wetter kann „Lagom“ sein, die Milch im Kaffee, der Verkehr. Lagom erklärt auch den reduzierten Einrichtungsstil der Skandinavier.“

Ich finde, dass diese Jahrhunderte alte Einstellung heute mehr denn je aktuell ist. Ein Lieblingsspruch von mir ist: „Earth provides enough to satisfy every man’s needs, but not every man’s greed“ von Mahatma Ghandi.

Sind schon ein sehr sympatisches Volk, die Schweden, da oben im Norden. Ich kann mittlerweile auch etwas Schwedisch sprechen (für mich fast wie eine Mischung auf Englisch und Deutsch) und werde auf jeden Fll wiederkommen. Neben Stockholm und Malmö fehlt mir noch Göteborg als Großstadt und vor allem im Sommer soll es ebenfalls viele schöne Ecken zu erkunden geben. Hejda Sverige!